Atlas der (Un-)Sicherheit

Masterthesis

ZEHN METER DUNKEL ist eine multimediale, künstlerlisch-forschende Auseinandersetzung mit Dunkelheit, Distanz und (Un-)Sicherheit im urbanen Raum. Ausgangspunkt ist eine Schwelle: jene wenigen Meter, in denen Orientierung noch möglich scheint – und zugleich kippen kann. Zehn Meter werden zur Wahrnehmungsspanne: nah genug, um Strukturen zu erkennen, weit genug, damit Gesichter und Absichten unscharf bleiben.

Die Arbeit sucht keine abschließende Antwort – auch, weil sich das Themenfeld nicht abnutzt: Es ordnet sich fortlaufend neu und bleibt gegenwärtig, selbst wenn seine Intensität schwankt. Sie setzt bei Situationen an, in denen Alltag kippt: Engstellen, tote Winkel, Warteschleifen. Aus fotografischer Bildlektüre, Erfahrungswissen und Schlagzeilensprache entwickelt sie Verfahren, die Lesbarkeit als Voraussetzung von Orientierung greifbar machen.

Im Zentrum steht nicht die Zuspitzung, sondern der zweite Blick – und die Verfahren, die ihn ermöglichen. Was bleibt, ist ein Maßstab, kein Manifest. Zivilität zeigt sich zwischen uns im Platzmachen, im Blickkontakt, im Ton, der beruhigt statt hetzt.

Eine Einladung, die Stadt anders zu lesen: Aufmerksamkeit statt Alarm, Resonanz statt Rhetorik – und um auf ihre Herausforderungen zu antworten, mit Vielstimmigkeit und Paroli.

Das Rauschen des Moments

Interaktive Installation, die urbane Netzwerke körperlich erfahrbar macht. Zwei visuelle Ebenen zeigen, wie Bewegung zum Erkenntnisraum wird.
weiterlesen

Lesung urbaner Unsicherheiten

Online-Umfrage mit rund tausend Teilnehmenden erhebt subjektives Sicherheitsempfinden. Die Originalzitate zeigen, dass Unsicherheit durch Konstellationen aus Lesbarkeit, Nähe und sozialer Präsenz entsteht.
weiterlesen

Atlas der (Un-)Sicherheit

Atlas der (Un-)Sicherheit

Räumliche Konstellationen zeigen, wie Schwellen, Barrieren, Beleuchtung und Überwachung zu Akteuren des Sicherheitsempfindens werden. Die Serie testet Thesen im Medium der Anschauung.
weiterlesen

Ceres

Systematische Analyse von Schlagzeilen entwickelt die Ceres Content Markers zur Erkennung gewaltbezogener Sprache. Ein Thermodrucker übersetzt digitale Nachrichten in eine physische Spur.
weiterlesen

Ich habe kein Gesicht

Videoinstallation zwischen Anonymität und permanenter Überwachung. Menschen sind verpixelt, Handlungen erkennbar. Die Installation macht sichtbar, wie unterschiedlich ein Raum erscheint, wenn er betrachtet oder durchschritten wird.
weiterlesen